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Ein Jahr zuvor war der alljährliche “Derjugina-Cup” in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Station der Grand-Prix-Serie, in diesem Jahr jedoch erstmalig Auftakt der Weltcup-Serie der Rhythmischen Sportgymnastik.
Erfolgreichste Gymnastin des Turniers war die alles überragende Anna Bessonova aus dem Gastgeberland. Sie gewann nicht nur den Mehrkampf, sondern auch drei von vier Finals (Seil, Reifen und Band). Lediglich mit den Keulen musste sie sich mit dem Bronzerang zufrieden geben. Hier siegte die Russin Olga Kapranova. (Vollständige Ergebnislisten siehe unten.) Kapranova erreichte außerdem auch Platz 2 im Mehrkampf, gefolgt von ihrer russischen Mannschaftskollegin Eugenia Kanaeva. Erst dahinter die zweite Lokalmatadorin, Natalia Godunko, auf Platz 4.
Sage und schreibe 69 Gymnastinnen hatten am Weltcup-Turnier teilgenommen, darunter mit Johanna Gabor und Klaudia Wittmann zwei deutsche Athletinnen vom Bundesstützpunkt Fellbach-Schmiden. Im Mehrkampf erreichte Johanna Gabor (TSV Schmiden) unter den zahlreichen Gymnastinnen einen sehr guten 16. Platz und war damit beste westeuropäische Teilnehmerin. Auch Klaudia Wittmann (TSG Neu-Isenburg) konnte mit Platz 29 von 69 ein sehr ordentliches Ergebnis vorweisen.
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Meisterklasse Finale Seil: 1. 17,650 Anna
Bessonova (UKR) Meisterklasse Finale Reifen: 1. 17,600 Anna
Bessonova (UKR) |
Meisterklasse Finale Keulen: 1. 17,550 Olga
Kapranova (RUS) Meisterklasse Finale Band: 1. 18,050 Anna
Bessonova (UKR) |
Karolina Raskina / GER |
Der Internationale Derjugina-Cup wurde auch in der Juniorinnen-Klasse ausgeschrieben. Insgesamt 32 Athletinnen nahmen am Wettbewerb teil, neun davon außer Konkurrenz (wegen der Beschränkung der Teilnehmerzahl pro Nation), so dass 23 Gymnastinnen “in Konkurrenz” gewertet wurden. Es siegte aus der Gastgebernation Ukraine Darya Kushnerova vor der Russin Ekaterina Malygina und der zweiten Ukrainerin, Valeria Shurkal. (Vollständige Ergebnislisten siehe unten.) Hinter der viertplatzierten Italienerin Olga Sganzerla erreichte die deutsche Juniorin Karolina Raskina (TSV Schmiden) einen ganz ausgezeichneten fünften Mehrkampfplatz. Karolina, 1992 in der ukrainischen Stadt Krementschug geboren, hatte zahlreiche ukrainische Verwandtschaft im Publikum, und wer nicht selbst kommen konnte, schaute die in der Ukraine selbstverständliche (!) Live-Übertragung im TV, wo auch die gut informierten Kommentatoren auf Karolinas ursprüngliche Herkunft hinwiesen. Das brachte ihr sowohl in der Halle als auch im Fernsehen viele Sympathien ein! Noch besser wurde es dann aber in den Finals, auch wenn der Beginn nicht wirklich gelingen wollte: mit Reifen und Seil war Karolina zunächst sehr nervös und holte jeweils Platz 7. Doch allein schon der Einzug in alle vier Finals in einem so bedeutenden internationalen Wettkampf war eine tolle Sache. Dann belohnte die junge Schmidenerin sich selbst: im Ballfinale wurde sie Dritte und mit dem Band dann sogar Zweite! |
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| letzte Änderung: 06. Februar 2008 | Copyright © 2007-2008 Ulrich M. Mehringer, Thomas Schütte |