Logo Bundesstützpunkt/STB-Landesleistungszentrum Rhythmische Sportgymnastik Fellbach-Schmiden im Olympiastützpunkt Stuttgart

Rücktritt Johanna Gabor


Johanna Gabor beendet ihre Spitzensport-Karriere und möchte sich künftig in die Stützpunkt-Arbeit einbringen.

(Foto: Bernd Thierolf)

Johanna Gabor (TSV Schmiden), die mehrfache Deutsche Meisterin und WM-Teilnehmerin der Rhythmischen Sportgymnastik, hat im 19. Lebensjahr ihre aktive sportliche Karriere für beendet erklärt.

Geboren am 18. April 1990 in Debrecen / Ungarn als Kind deutschstämmiger Eltern war sie nach Deutschland gekommen und hatte ihre sportliche Karriere am STB-Stützpunkt Ulm-Söflingen begonnen, wo sie von Ex-Weltmeisterin Alexandra Timoschenko entdeckt wurde. Ihr  Heimatverein wurde die TSG Söflingen, Heimtrainerin Tatjana Postrigan. Schon früh machte Johanna Gabor mit sehr guten Ergebnissen auf ihr großes Talent aufmerksam. Sie wechselte an den Bundesstützpunkt Fellbach-Schmiden, wo sie bei Bundestrainerin Galina Krilenko trainierte und fortan als Mitglied der Nationalmannschaft Einzel die Bundesrepublik Deutschland bei internationalen Wettkämpfen vertrat.

Johanna Gabor wird die Rhythmische Sportgymnastik Fellbach-Schmiden jedoch nicht verlassen, sondern sich ab sofort in die Nachwuchsarbeit am Stützpunkt einbringen. Dort möchte sie in Zukunft als Trainerin oder Übungsleiterin tätig sein. Johanna Gabor hat ein großes choreographisches Talent und wird dieses dem Stützpunkt zur Verfügung stellen: "Ich wechsle eigentlich nur meine Position von der Mitte der Wettkampffläche an deren Rand. Ich fühle mich der RSG-Familie in Schmiden zugehörig und möchte dies auch bleiben. Außerdem ist mein Lebensmittelpunkt ganz klar der Großraum Stuttgart geworden."

Bereits nach der verpassten Qualifikation zu den Olympischen Spielen von Peking hatte sich abgezeichnet, dass Johanna Gabor sich nicht mehr regelmäßig zum Training motivieren konnte: "Wenn man zwölf Jahre lang auf ein einziges Ziel hingearbeitet hat und das dann nichts wird, fällt man schon in ein Loch." Dennoch war sie sich zunächst nicht sicher und hatte sich für ihre Karriereentscheidung viel Zeit gelassen. In Zukunft möchte sie sich vor allem  mehr ihrer schulischen Ausbildung widmen. "Dieses neue Leben muss ich nun erstmal ausprobieren und meinen Kopf frei bekommen." Und auf die Frage, ob sie nochmal auf die Wettkampffläche zurückkehren könnte: "Das kann ich jetzt noch nicht völlig ausschließen. Auf jeden Fall aber werde ich für Showauftritte zur Verfügung stehen."


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letzte Änderung: 04. Oktober 2008 Copyright © 2008 Ulrich M. Mehringer, Thomas Schütte